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Was unterscheidet Bio Produkte?

Bio Lebensmittel

Im Supermarktregal sind Lebensmittel mit der Kennzeichnung BIO längst keine Seltenheit mehr. Sie finden sich nicht mehr nur bei Gemüse und Obst, wo man eine ungefähre Vorstellung davon hat, wie der Anbau von Bio-Gemüse oder Bio-Früchten von Statten geht.

Mittlerweile können sogar Socken als Bioprodukt ausgezeichnet sein. Es gibt ausserdem so viele verschiedene Biosiegel und als Verbraucher ist die Verwirrung oft gross. Wer sich bewusst ernähren will und Lebensmittel mit so wenig wie möglich Giftstoffen zu sich nehmen will, der sollte sich die verschiedenen Bio-Label einmal näher anschauen, um wirklich sicher zu gehen, dass man nur die Nahrung zu sich nimmt, die man sich für das eigene Wohlergehen vorgestellt hat. In Bio-Lebensmitteln sind deutlich weniger giftige Stoffe enthalten, als in herkömmlichen Produkten. Vor allem die Tatsache, dass viele tierischen Produkte Antibiotika enthalten, macht den Verbrauchern zu Recht Angst.

Biobetriebe in Europa

In Europa haben Biobetriebe mittlerweile einen hohen Marktanteil. Auch sie müssen so wirtschaften, dass sie am Ende des Monats ihre Mitarbeiter bezahlen können. Es sind Wirtschaftsbetriebe wie traditionelle Betriebe auch. Das Idyll von einem Bauern, der zwanzig Hühner hält und diese jeden Tag persönlich füttert und streichelt, ist ein Traumbild, das nichts mit moderner Wirtschaft zu tun hat. Es kann sein, dass ein Bio-Bauernhof um die 20.000 Hühner hält. Er muss dabei aber bestimmte Kriterien erfüllen, um sich als Bio-Betrieb kennzeichnen zu dürfen.

Am wichtigsten ist die EU-Öko-Verordnung. Sie schreibt vor, welche Bedingungen ein Betrieb einhalten muss, um Bioprodukte verkaufen zu können. Dazu gehören zum Beispiel, dass ein Bio-Betrieb keine künstlichen Pflanzenschutzmittel oder künstlichen Dünger einsetzen darf. Bio-Betriebe, die Tiere halten, dürfen keine Medikamente wie zum Beispiel Antibiotika einsetzen, es sei denn, ein einzelnes Tier leidet an einer Krankheit. Auch das Futter für die Tiere muss bestimmten Kriterien genügen. Das Tierfutter darf zum Beispiel nicht aus gentechnisch manipulierten Pflanzen bestehen. Eine Bedingung aus der EU-Öko-Verordnung macht Vorschriften darüber, wie viel Platz jedes einzelne Tier mindestens zur Verfügung haben muss. Jedes Jahr findet eine Kontrolle statt, was dem Verbraucher eine gewisse Sicherheit gibt.

Bio-Kennzeichnungen und ihre Unterschiede

Bio-Betriebe, die sich an die EU-Öko-Verordnung halten, werden mit zwei verschiedenen Bio-Kennzeichen versehen: es gibt das EU-Bio-Logo, welches ein stilisiertes Blatt aus kleinen Sternen zeigt; das zweite Logo ist das deutsche Bio-Siegel, welches ein grünes Sechseck zeigt, in dem der Schriftzug BIO zu lesen ist. Alle Lebensmittel, die eines dieser beiden Label tragen, stammen mindestens zu 95% aus biologischem Anbau. Ausser diesen recht bekannten Labels gibt es noch Demeter und Bioland. Diese beiden Verbände für Bioanbau folgen strengeren Vorschriften als die EU-Öko-Verordnung.

Hier werden sogar 100% biologisch angebaute Bestandteile garantiert. Wer also auf Nummer sicher gehen will, der sollte Produkte dieser Marken kaufen und sich über jedes neue Label informieren. Betriebe, die die Richtlinien dieser oder anderer Bio-Verbände respektieren, werden ausserdem strenger kontrolliert. Natürlich schlägt sich die strengere Regelung auch im Preis nieder. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel mehr er bereit ist zu zahlen für die Sicherheit, keine mit Antibiotika und Umweltgiften belasteten Lebensmittel zu sich zu nehmen. Nachweislich schaden diese Substanzen der Gesundheit und sind in vielen konventionell erzeugten Nahrungsmitteln enthalten.

Bildquelle: stokpic / pixabay.com

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